Grenzen überschreiten!
Irgendwie haben wir uns an das Zoomen mit dem Mausrädchen gewöhnt und versuchen das nun auch in "klassischen" GIS. Bekanntermaßen mit mäßigem Erfolg. Gerade im WEBGIS-Bereich könnte man ja am Rad drehen, aber da muss innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes auch tatsächlich eine Karte kommen. Dass es geht machen Google Earth/Maps, Virtual Earth & Co. vor. Sicher ist es anstrengender die Tiles on the fly zu generieren und nicht jeder kann 600 Server für ein loadbalancing mal eben vorhalten. Den Nutzer interessiert letztlich aber nur das Ergebnis. Und da steht bei der Nutzerfreundlichekeit 1:0 für die Newcomer. Warum also nicht die Vorzüge beider "Welten" miteinander kombinieren.

Man kann für viele Anwendungen gerade die hervorragenden Navigationsmöglichkeiten mit den ausgezeichneten Übersichtskarten nutzen und dann "unsere" GIS-Daten aus den entstehenden staatlichen und kommunalen Infrastrukturen zuladen. Andererseits können wir uns für unsere "richtigen" GIS-Anwendungen eine Menge an Bedienfunktionen abschauen, Kartenmaterial und Geocodingdienste der neuen Anbieter nutzen. Wir werden so verfahren! Unser ITS-POrtal (karten.saechsische-schweiz.de) wird zukünftig optional die Karten von Virtual Earth (Microsoft) verwenden. Der Geocoding-Dienst von Google ist bereits enthalten. Auch das Publikumsportal RegioGIS, welches derzeit mit der Landeshauptstadt Dresden und weiteren kommunalen Partnern entwickelt wird, kann auf Virtual Earth-Ressourcen zurückgreifen.
Für cardo-Nutzer hat die neue Zeit bereits begonnen. Seit heute können alle im cardo bekannten Datenquellen als Tilelayer für Virtual Earth (VE) zur Verfügung gestellt werden. Das geht genau so einfach wie das Bereitstellen von WMS und WFS-Diensten. Ein Klick auf die rechte Maustaste ermöglicht das Speichern einer Kartenkomposition im Ordner "Meine Karten". Wenn ein anonymer Zugriff auf die Daten gestattet wird, steht diese Ebene unmittelbar für VE zur Verfügung. Dabei ist es unerheblich ob die zugrundeliegende Quelle eine Shapedatei, ein Rasterbild, ein Geodatenserver oder ein entfernter WMS- oder WFS-Dienst ist.
Das obenstehende Bild zeigt die "berühmte" WFS-Quelle der CCGIS mit den Umrissen der deutschen Bundesländer. Diese wurden serverseitig in cardo eingebunden und für VE veröffentlicht.
Das untere Beispiel zeigt Daten zum grenzüberschreitenden Gewässermanagement für das Gebiet der Mandau.

Und natürlich geht im "richtigen GIS" jetzt auch das Mausrädchen.
Nicht zur Veröffentlichung, aber durchaus demonstrierbar: Auch die ALK passt überraschend gut zu den Kartengrundlagen von VE. Kommen Sie mit uns ins Gespräch. Wir geben unsere Erfahrungen zu Nutzung der Google&Microsoft-Angeboten gern an Sie weiter.
Für Fragen stehen Ihnen die Herrn Bothmer und Neidt gern zur Verfügung.
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