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Entscheidungshilfen für cardo

Die Produktvielfalt in dem Bereich der WebGi-Systeme wächst ständig. Die Entscheidung für oder gegen ein System erfordert auf Grund der Komplexität eine tiefgreifende Beschäftigung mit dem jeweiligen Angebot.

Die Preisspanne geht dabei von kostenfrei bis in den 6 stelligen Eurobereich.

Wir möchten Ihnen mit den folgenden Ausführungen ein klares Bild über cardo vermitteln. Wenn Ihnen etwas unklar bleibt, so nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Ein Gi System wird gesucht ...

Bei der Suche nach einem passenden Geoinformationssystem (GI-System) wird oft erstaunlich fachspezifisch gedacht.

Ein GIS ist groß, schwerfällig, teuer und kann nur mit geographischen Daten "richtig" umgehen, so der erste Gedanke.

Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass eine Geometrie nichts weiter als ein Attribut,  wie ein Text oder eine Zahl darstellt. Lediglich die Darstellungs- und Abfrageform variiert etwas.

Dabei handelt es sich eben nicht um eine Tabelle oder einen Bericht, sondern um eine Kartendarstellung, der visuelle Bezug scheint stärker als bei anderen Datentypen. 

Dieser Sachverhalt wurde uns übrigens bei dem ersten Einsatz einer echten Geodatenbank, in diesem Falle mit PostgreSQL/PostGIS, so richtig bewusst. Die Umsetzung eines konkreten komplexen Problems aus der Welt der Geoinformatk konnte plötzlich mit einem SQL Statement statt unzähliger Mausklicks oder Skripten gelöst werden und dabei kam die Kartendarstellung nur zur Visualisierung des Ergebnisses zum Einsatz.

Wer käme schon auf die Idee, nach einem System zur Verwaltung von Fließkommazahlen zu suchen ...

Auch bei der hier vorliegenden Produktpräsentation scheint der Umgang mit eben diesen Geodaten im Vordergrund zu stehen, aber ...

die Grundkonzeption von cardo basiert auf der Idee, Geodaten einfach nutzbar zu machen, dies wird durch die einfache Erweiterbarkeit des Grundsystems erreicht.

Inzwischen wird cardo von einigen Kunden als zentrale Webplattform verwendet, auch für jene Fachbereiche. die nicht zentral geodatenbasiert sind.

Fast alle in einem/r Unternehmen/Behörde verwalteten Daten haben einen räumlichen Bezug und nur Geodaten allein stellen keinen Mehrwert dar.

Erweiterbarkeit / Konzept

Viele vorhandene GI Systeme stellen reine "GIS Viewer"  dar. Die Anbindung von Fachdaten ist oft aufgesetzt und nicht tief in das System integriert. Typischerweise steht der GIS Teil etwas neben den anderern Anwendungen.

cardo stellt eine Umgebung bereit, welche einfach erweitert werden kann und auch soll. Die Erweiterungen, welcher Art auch immer, werden dabei so tief in das System integriert, dass sich für den Anwender und den Administrator eine einheitliche Sicht auf alle Komponenten ergibt.

cardo ist von der gesamten Auslegung auf Erweiterbarkeit um Fachschalen ausgelegt und unterstützt die Entwicklung durch einen großen Umfang an bereitgestellten Funktionen.

Dadurch sind kurze und damit kostengünstige Entwicklungszeiten für Anwendungen mit GIS Anbindung möglich. Der Programmierer kann immer wiederkehrende Aufgaben einfach nachnutzen. Ebenso ist keine redundaten Administration der Geodaten notwendig.

Alle sicherheitsrelevanten Anforderungen werden von der zentralen, auf der Windows Domänenstruktur basierenden, Benutzerdatenverwaltung integriert. Die Verwaltung von Benutzerinformationen kann auf das benötigte Minimum reduziert werden.

Kosten

Bei den Kosten sind die Anschaffungskosten in Verbindung mit dem Lizenzmodell, die laufenden Kosten für Wartung und nicht zu vergessen die Kosten für benötigte Dienstleistungen zu betrachten.

cardo mit allen beteiligten Komponenten ist eine vollständige Eigenentwicklung, dadurch fallen keiner weiteren Lizenzkosten an Dritte an.

Die Anschaffungs und Wartungsgebühren sind entsprechend gering. Ebenso bestehen keine Kaufzwänge bei Versionsprüngen, da im Wartungsvertrag ein Update auf jede neue Version aller beteiligten Komponenten ohne weitere Kosten garantiert ist.

Das Basissystem ist bereits mit so vielen Optionen ausgestattet, dass eine ernsthafte Nutzung tatsächlich möglich ist.

Die Features im Überblick

Wir betreiben seit einigen Jahren nahezu ausschließlich die Entwicklung von webbasierten Systemen.

In unserer Sprache bedeutet webbasiert die ausschließliche Nutzung von HTML/JavaScript und CSS auf der Clientseite.

Es kommen keine Plugins, ActiveX Objekte, Java oder ähnliches auf dem Client-PC zum Einsatz auf. Dadurch ist die Verteilung wirklich ohne Zusatzinstallation möglich (Voraussetzung: MS Internet Explorer 5.5 oder höher).

Oft hören oder lesen wir Argumente gegen Websysteme:

- Es ist kein Ausdruck großformatiger Karten möglich -

Das cardo Modul HQPrint erlaubt die Erstellung von Dokumenten bis zum Format A0 (und theoretisch mehr) mit hoher DPI Zahl

- Die Bearbeitung von Geodaten ist nicht möglich -

Die Module GEdit und gKK erlauben das direkte Bearbeiten von Geo- und Sachdaten. Mit GEdit können auch Funktionen wie Koordinatenfang und Konstruktionen im Browser genutzt werden.
Eine Einschränkung: Die Bearbeitung von topologisch korrekten Daten (im besonderen flächig zusammenhängende Geometrien wie Bodenkarten u.ä.) sollten in einem "richtigen" Gis erfolgen, z.B. ArcInfo der Firma ESRI, nicht aber in Desktopanwendungen mit "Spaghettidaten" Verwaltung

- die Datennutzung ist auf die zentral bereitgestellten Daten beschränkt -

Für die Nutzung lokaler Daten steht das Modul geoUpload zur Verfügung. Damit können auf dem PC des Nutzers befindliche Daten benutzerbezogen gemeinsam mit dem zentralen Datenbestand verwendet werden.

Die restlichen Features sind Standard in GI Systemen und werden daher an dieser Stelle nicht weiter erwähnt.

In der Summe kann ein solches System nicht nur als Ergänzung zu Desktopsystemen angesehen werden, sondern in vielen Fällen als vollständiger Ersatz für diese dienen.

Die Bedeutung des Wortes System

Das Wort "WebGi-System" beschreibt kein Einzelprodukt, sondern eine Umgebung an der diverse Komponenten beteiligt sind. Im wesentlichen basiert ein solches System auf einem Mapserver (ein Dienst für alle geographischen Anfragen) und einem Webserver zur Generierung und Auslieferung der Ergebnisseiten. In cardo kommt noch ein Exportserver zum Einsatz, um asynchrone Dienste bereitzustellen.

Die Aufgabe der Programmierer besteht in der Schaffung einer Umgebung, in der die Möglichkeiten dieser Komponenten ausgeschöpft werden und gleichzeitig in der Bereitstellung einer vollständigen Nutzerschnittstelle.

Vollständige Nutzerschnittstelle bedeutet in cardo neben der üblichen Oberfläche für die Endanwender eine ebenso umfangreiche webbasierte Oberfläche für die Administration des gesamten Systems.

Die Administration solcher Systeme ist ein oft vernachlässigter Punkt. Im cardo sind ca. 55% der Entwicklungszeit auf der Seite der Administration zu sehen. Ebenfalls liegt die Betonung auf einer webbasierten Administration, ohne weitere oft kostenpflichtige Anwendungen.

Der Mapserver in einem solchen System wird sehr oft in den Vordergrund gestellt. Dabei stellt das Zusammenspiel der Einzelkomponenten den größten Teil der Entwicklungsarbeit dar. Der Mapserver ist letzlich eine unauffällig im Hintergrund arbeitende Komponente. Und wie bei jeder Komponente wird der echte Mehrwert erst durch Verwendung in einem komplexen System geschaffen.

Mit cardo kaufen Sie keinen Mapserver, sondern eine Umgebung mit einem Mapserver als Baustein

Zu den Fähigkeiten eines guten Mapservers zählen unserer Meinung nach folgende Aspekte (in dieser Reihenfolge):

  • Formatvielfalt bei den Datenquellen,
  • flexible Nutzung und schnelle Anpassungsmöglichkeiten,
  • Stabilität,
  • Performance,
  • Kartenqualität.

Mit dem im cardo verwendeten Mapserver iwan denken wir, die genannten Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit realisiert zu haben.

Formatvielfalt

Die vorliegenden Datenformate stellen einen sehr wichtigen Entscheidungspunkt bei der Systembeschaffung dar. Im Idealfall ist es möglich ohne Konvertierung die Daten direkt zu lesen. Natürlich sind dieser Aussage in der Praxis Grenzen gesetzt (fehlende Dokumentationen zu den Formaten, Politik des jeweiligen Anbieters etc.). Wir entwickeln alle Schnittstellen selbst und sind damit in der Lage, die Formate, soweit dies durch Dokumentationen möglich ist, zu erweitern.

Ist das direkte Lesen der Daten nicht möglich, müssen Konverter zur Verfügung gestellt werden.

Direkt gelesen werden zu diesem Zeitpunkt Geodaten aus den Quellen:

  • ESRI Shapedateien
  • ORACLE SDO, auch nicht-Simplefeatures
  • Postgres/PostGIS Datenbanken
  • alle ODBC Datenbanken mit Rechts/Hochwert, Strecken, Kreisen und einem eingenen Format
  • ECW Rasterdaten
  • TIF, BMP,JPG,ECW und weitere Rasterdaten
  • DXF Texte
  • Spline-Texte
  • ESRI Personal Geodatabase
  • ESRI SDE Vektordaten
  • ESRI SDE Rasterdaten
  • WMS Dienste
  • WFS Dienste
  • Postgres/PostGIS Datenbanken

Alle genannten Formate werden wirklich unterstützt und können auf eine in der Praxis erprobte robuste Implementierung bauen.

Dabei sind auch viele Features enthalten, welche sich nicht direkt erschließen. So kann z.B. bei ORACLE SDO Datenquellen jedes abfragbare Objekt als Quelle dienen, z.B. View's oder direkte Abfragen. Und das Ganze auch dann, wenn keine Primärspalte vorhanden ist. Das Gleiche trifft für PostGIS und ODBC Quellen zu.

Da wir kein eigenes Datenformat für die Speicherung von Geodaten haben, bevorzugen wir alle Quellen gleichermaßen.

Für die folgenden weiteren Datenformate sind kostenfreie Konverter im Lieferumfang von cardo enthalten:

  • Polygis PMF Format
  • DXF (ASCII Format)
  • SQD Texte
  • ESRI Annotation aus Geodatabase

In den meisten Fälle werden auch die Symboldefinitionen weitgehend übernommen.

Flexible Nutzung und schnelle Anpassungsmöglichkeiten

Da Iwan eine Eigenentwicklung ist, sind wir auf Grund der entsprechend vorhandenen detailierten Kenntnisse und dem für jedes Programmstück vorhandenen Quellcode in der Lage, neue Features zu integrieren und Fehler sofort zu beheben. Alle Änderungen stehen jedem Nutzer (des Mapservers) kostenfrei zur Verfügung.

Die Erweiterung ist ein ständig laufender Prozess. Da wir selbst intensiv mit unseren  Produkten arbeiten, ist eine regelmäßige Entwicklung garantiert und in der Praxis die Regel.

Stabilität und Performance

Iwan ist z.B. für den Themenstadtplan der Stadt Dresden im Einsatz. Damit lassen sich die Punkte Stabilität und Performance jederzeit belegen. Diese Anwendung hat sehr hohe Besucherzahlen und ist 24h täglich gefordert. Pro Monat werden ca. 750.000 Karten mit sehr hoher Qualität und Millionen von weiteren Anfragen (Selektion usw.) gestellt. Dies entspricht einer Datenmenge von ca. 30-40 GByte pro Monat ausschließlich dynamisch generierter Inhalte. Alle Dienste laufen dabei permanent und werden nur für Wartungsarbeiten, ca. alle 1-2 Monate, beendet.

Kartenqualität

Die Kartenqualität ist ein weites Feld. Iwan bietet sehr umfangreiche Möglichkeiten zur Darstellung der Inhalte. Auch hier sei wieder auf den Themenstadtplan verwiesen. Dabei kommen die meisten Möglichkeiten zur Geltung. Die Schwierigkeit der Ausgabeoptimierung von interaktiven GI System bei der Gestaltung ergeben sich aus dem sehr großen abzudeckenden Maßstabsbereich.

Support und Reaktionszeiten

Kunden haben den direkten Draht zu den Entwicklern, bei uns existieren keine übermäßig komplexen Organisationsstrukturen. Dadurch können wir auf Fehler und Featurerequests i.d.R. mit sehr kurzen Reaktionszeiten reagieren.

Wir sind in der Woche in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr zu erreichen und auch Vorort-Termine ziehen keine Änderung der Haushaltspläne für das nächste Jahr nach sich.

zum Schluss ...

cardo ist nicht nur ein Integrationssystem, sondern auch eine Entwicklungsumgebung

Nicht jeder Kunde möchte eigene Fachanwendungen entwickeln. Aber für die, die es doch möchten oder für Softwareunternehmen, die kundenspezifische Anwendungen erstellen, bietet cardo eine leistungsfähige und gut dokumentierte Progammierschnittstelle (API). Dadurch muss nicht für jede Fachapplikation in der Organisation ein neuer GIS-Viewer entwickelt und eigene Verwaltungssysteme aufgebaut werden. Einige wenige Aufrufe von Funktionen aus der cardo-Bibliothek ermöglichen die Nutzung des GIS-Viewers, der Nutzerverwaltung, der Selektionsverfahren usw.

Gern informieren wir Sie über Referenzprojekte. Oder Sie testen cardo einfach in Ihrem Hause. Rufen Sie uns an oder senden Sie eine EMail.

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Zuletzt geändert am 26.09.2006 (rn)
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